22. Februar: Neue Forschung zeigt, dass nur die Hälfte aller Operationen geplant wird

 

Die Anwendung unseres Cetrea Business Intelligence™ Werkzeugs ermöglichte es uns, den Unterschied zwischen der morgendlichen OP-Planung und dem tatsächlichen Verlauf der Operationen des Tages zu untersuchen. Die Untersuchung dauerte 133 Tage, verteilt über einen Zeitraum von 5 Monaten. Dabei haben wir folgende Erkenntnisse gewonnen:

  • Nur 56 % aller Operationen sind von vorneherein geplant.
  • Die übrigen 44 % sind akut und werden daher ad-hoc ins Programm aufgenommen.
  • 8 % aller Operationen werden abgesagt.
  • 31 % aller Operationen werden mehr als 30 Minuten verschoben (Verlängerung / Verspätung / Verschiebung).
  • 67 % aller geplanten (“elektiven”) Operationen werden auf die eine oder andere Weise geändert.

 

Zusammenfassend zeigt diese Untersuchung, dass nur 18 % der am Morgen vorgesehenen Operationen wie geplant durchgeführt werden. Diese Erkenntnisse zeigen, dass man keine "optimalen" Pläne erstellen kann, da nur knapp die Hälfte des Programms von vornherein bekannt ist. Es ist daher für die Abwicklung der Operationen eines Tages von entscheidender Bedeutung, dass man über gute Systeme verfügt, welche die laufende Anpassung des Operationsprogramms und die Koordination bezüglich der Änderungen unterstützen. Die Untersuchung wurde bei der wissenschaftlichen Konferenz 2010 ACM Conference on Computers Supported Work in Savannah, USA, veröffentlicht und vorgestellt:

 

  • JE Bardram and TR Hansen. Why the plan doesn’t hold – a study of situated planning, articulation and coordination work in a surgical ward. In Proceedings of the 2010 Conference on Computer Supported Cooperative Work, 2010. Savannah, GA, USA. ACM Press. (online)